Samstag, 21. November 2015

BSD Workshop

An dieser Stelle möchte ich auf einen Workshop verweisen, den Christian Mair und Andreas Mutschlechner, zwei Mitglieder der Linux User Group Bozen/Bolzano in Meran veranstalten: The BSD Workshop. FreeBSD und OpenBSD sind, neben GNU/Linux, zwei weitere offene Derivate aus der UNIX-Welt. Wer also Zeit und Lust hat, sollte diesen Workshop nicht verpassen!

The BSD Workshop
In einem der nächsten Artikel werde ich über die Virtualisierungsmöglichkeiten mit Oracle's VirtualBox berichten und FreeBSD installieren.

Dienstag, 10. November 2015

Software für persönliche Finanzen

Wer, wie ich, am Ende des Geldes noch zuviel Monat hat, kann versuchen, mit einer Software wie Grisbi oder jGnash  die eigenen Ausgaben in den Griff zu bekommen. Mit beiden kann man Konten einrichten (Giro-, Kreditkarten-, und/oder Bargeld-Konten), Kategorien für Ein- und Ausgaben definieren, und sodann selbige aufzeichnen (sprich eingeben).

Grisbi: Auf der Startseite ist die Finanzübersicht auf einen Blick einzusehen

Spätestens nach einem Monat sollte man sich einen aussagenden Report ausgeben lassen und das eigene Verhalten mit dem schnöden Mammon überdenken.

Während Grisbi in verschiedenen Versionen für die drei gängigsten Betriebssysteme GNU/Linux, Mac OS X, und Windows zur Verfügung steht, ist jGnash in Java geschrieben. Insofern ist das ein Vorteil: alle nutzen dieselbe Version (Ich werde nicht müde, zu erwähnen, daß Programme, die in Java geschrieben sind, den brillanten Vorsprung haben, auf allen Betriebssystemen zu laufen, für die es eine Java Virtual Machine gibt). Vor Jahren benutze ich mal Grisbi auf Windows, aber die Windows Version war bei weitem nicht so gut, wie die für die GNU/Linux. Für mich auch verständlich; also nutzte ich jGnash.

Grisbi: Die Konten lassen sich mit Logos personalisieren.
Jetzt bin ich aber mittlerweile fast ausschließlich auf GNU/Linux daheim - und deswegen wieder Grisbi.

Grisbi unterstützt folgende Formate:

  • OFX (Open Final Exchange)
  • Gnucash (eine weitere, freie, und sehr mächtige Buchhaltungssoftware für Kleinunternehmen)
  • QIF (Quicken Interchange Format)
  • CSV (Comma Separated Values, Textdateien, wo die Werte mit Kommas getrennt sind)

Viel Spaß beim persönlichen Finanzmanagement!

Samstag, 10. Oktober 2015

iPod touch mit Rhythmbox synchronisieren

Die mangelhafte Kompatibilität zwischen geschlossenen (proprietären) und freien Systemen ist ein Problem, das immer wieder auftaucht. Meistens benutzen erstere keine freien Schnittstellen, die beispielsweise den Datenfluss mit anderen Systemen erleichterten - dann geht die freie Seite auf die geschlossene zu, während letztere in sich -aber vor allem für sich- verharrt.

Als ich noch kein Android Smartphone hatte, benutzte ich ein iPod touch 2G, um unterwegs Musik zu hören und Filme zu sehen. Bei der vorherigen ubuntu Version (12.04 LTS) hatte ich keine nennenswerten Probleme, Musik zu synchronisieren (Filme gingen allerdings nicht). Mit der aktuellen 14.04 LTS und der letzten, aktuellen iOS Version für das 2G Modell, ging allerdings nicht einmal mehr das. Der technische (erfundene) Grund liegt beim iOS Update, der den technisch erfindenden wirtschaftliche ist dieser: Man soll nur iTunes mit iPods verwenden können - eine Analogie wäre, daß man mit einer Automarke nur bei einer bestimmten Tankstelle tanken kann. Weitere Einschränkungen traut sich Apple nicht, d.h. man "darf" auch Material aufspielen, das nicht vom iTunes Store stammt - aber immer und nur über die iTunes Anwendung. Die proprietäre Seite spricht dann meistens von "nativer Integration". Das ist ein Oxymoron, da sich Integration durch "[Wieder]herstellung einer Einheit [aus Differenziertem]" definiert (Zitat siehe Duden). Und eine Frechheit.

Mit einem kleinen Trick lässt sich trotzdem Musik auf dem 2G von Rhythmbox aus aufspielen:

  1. iPod anschließen;
  2. Den FileManager öffnen und in das iPod Verzeichnis iTunes_Control/iTunes navigieren;
  3. Das File PlayCounts.plist umbennen (z.B. in PlayCounts.plist.txt);
  4. Rhythmbox starten: Das iPod kann jetzt mit Musik versehen werden.
Hier ein Screenshot. Leider muss man diese Schritte jedesmal anwenden, wenn man das iPod zwischenzeitlich ab- und wieder angesteckt hat, um mit dem iPod Musik zu hören. Das erklärt auch das File PlayCounts.plist.txt2.


Das iPod verwende ich übrigens als Mp3-Player im Auto. Ein Grund ihn nicht zu entsorgen und auf einen freien Mp3-Player zu setzen war die Verfügbarkeit der praktischen Haltevorrichtung von Brodit für unseren Wagen.



Samstag, 19. September 2015

Guter ADSL2 Modem Router

Für all diejenigen, die also noch nicht Glasfaser nutzen können, empfehle ich folgenden Router, mit dem man gute Wireless Sendestärken (wichtig bei mehreren Stockwerken) erreicht. Der Clou: Sollte man zu einem späteren doch zu Glasfaser (mit entsprechendem Router) wechseln, kann einer der Ethernet-Anschlüsse als Einspeisung vom Router dienen (ein sogenannter Gigabit WAN-Port), d.h. die Investition ist also gesichert und man muß kein neues Gerät anschaffen! Link führt zu amazon.it, Preis September 2015.





Freitag, 18. September 2015

Teures Glas

Für Freunde in Pfalzen habe ich nach der Möglichkeit recherchiert, Glasfaser zu beziehen. Die Landesregierung hat die strategische Wichtigkeit von Glasfaser erkannt und die Initiative #WirVernetzen gestartet. Doch leider bekommt man die "letzte Meile", d.h. den "letzten Abschnitt der Leitung, die zum Hausanschluß" führt, nicht in den Griff. Anders erklärt sich das offensichtliche Fehlen einer Strategie nicht.

Doch zurück zum Beispiel.
Die Freunde zahlen z. Zt. monatlich mehr als 60,- € für Telefon (bei Telecom Italia) und Internet bei bb44.it, einem temporären Zusammenschluß von Brennercom und Raiffeisen OnLine. Speedtests ergaben einen Verbindungswert von gerade einmal 1,2 Mbps. Brennercom bietet hingegen "brenny Welcome" an, Telefon und Internet (Glasfaser, 10 Mbit/s) für 36,60 €. Es lag also nah, sich nach dem Stand eines Glasfaseranschlusses zu erkundigen. "Pfalzen bekommt einen Anschluß an die Zukunft", heißt es plakativ im News & PR Abschnitt der Brennercom. Doch als wir beim Energiewerk Pfalzen anrufen, erwachen wir jäh in der Gegenwart: stolze 1.500,- € kostet der Anschluß, die "letzte Meile". Klar: Wer gerade ein Haus baut oder überlegt, seine autonome Heizanlage aufzugeben und auf Fernwärme zu setzen, für den ist der Anschluß "inklusive", d.h. Glasfaser wird mit Fernwärme verlegt. Wer aber autonom bleiben möchte?

Glasfaser eine notwendige Investition

Die gleichzeitige Verbesserung der Verbindungsgeschwindigkeit und des Durchsatzes sind die wichtigsten Merkmale von Glasfaser. Das Niveau des Umgangs mit digitalen Inhalten sprengt das, was man traditionell mit TV und Radio abdeckt, denn es schafft das on demand: Inhalt steht zur Verfügung, wenn der Kunde es wünscht, nicht nur zu bestimmten Uhrzeiten. Ist Ihnen aufgefallen, wie viele neue TV-Geräte über Internetanschluß verfügen? Darüber ließe sich leichter aus der Peripherie arbeiten, denn Zugriff auf Daten, Anwendungen, ja Sitzungen mit mehreren Teilnehmern gleichzeitig im Audio/Video Chat hätten eine exzellente Qualität.

Synergien nutzen?

Die Kostenrechnung, die hinter den 1.500,- € stecken, mag zwar schwarze Zahlen schreiben, ist aber kurzsichtig: Schwer vorstellbar, daß ein Haushalt, der weiterhin autonom heizen möchte, diesen Betrag stemmen kann. Gibt es Spielraum für Synergien? Es liegt doch auf der Hand, daß man den lokalen Internet Service Provider einem anonymen, sprachlich nicht immer sicher gesatteltem (mittlerweile werden schon Callcenter ins Ausland verlagert) nationalen Provider vorzieht. So bliebe das Geld "im Land". Ein Energiewerk, welches vielleicht zu klein ist, um ein eigenes Internetangebot anzubieten, könnte doch Internetpakete von größeren lokalen Internetanbietern verkaufen ("Reseller"). Überschaubare Anschlußgebühren, Vertragsbindungen, und dann eventuell Inzentive durch die öffentliche Hand täten ihr übriges.

So bleibt mir aber nichts weiter übrig, als den Freunden zu einem Vertrag mit Telecom Italia zu raten. Die Idee, auf Glasfaser umzusteigen ist erst einmal mittel- bis langfristig verschoben.

Das Bild ist CC, Ursprung https://www.flickr.com/photos/kainet/112885753


Sonntag, 13. September 2015

Günstige Multifunktionsdrucker

Multifunktionsdrucker (Multifunction printer = MFP) sind eine feine Sache auch für daheim: Ohne den Computer anschalten zu müssen, lassen sich mal schnell Fotokopien erledigen. In dem Gerät sind Drucker, Scanner, und Fotokopierer vereint. Ich persönlich bevorzuge Laservarianten, da nur das Material verbraucht wird, was auf dem Papier landet. Bei Tinte ist es nämlich so, daß diese austrocknet. Mir reicht ein Schwarzweißdruck (SW); Farbausdrucke mache ich nicht, und Fotos drucke ich immer noch besser beim professionellen Fotodruck.

Es ist ein Unding, daß einige Hersteller immer noch keine Linux kompatiblen Geräte bzw. Treiber produzieren, aber bei den renommiertesten ist das schon lang kein Thema mehr: Viele Modelle unterstützen alle drei Betriebssysteme: GNU/Linux, Mac OS X, und Windows.

Nach preislich aufsteigender Reihenfolge sortiert. Produkt-Links führen zu amazon.it.
Alle Preise September 2015 amazon.it:


HP MFP M125A




    Brother MFC-1810

      • Samsung xPress M2070
        Preis ca.: 100,- €. Wird vom Hersteller mit Treibern für GNU/Linux unterstützt; verwendet man aber Debian basiertes GNU/Linux, empfiehlt es sich, die bequemeren deb Pakete aus der Samsung Unified Linux Driver Repository (SULDR) zu verwenden.
      Auf alle Fälle lohnt es sich, die Kosten für Verbrauchsmaterial (Toner, Köpfe) zu vergleichen.

      Viel Spaß beim Drucken/Scannen/Kopieren mit GNU/Linux :)